Geschichte des Vereins

Die Tennisabteilung des Höinger SV existiert seit dem Jahre 1976.

Der Gedanke, auch in Höingen Tennis spielen zu können, kam einigen Leuten erstmals im Jahre 1975. Verhandlungen wurden geführt und interessierte Sportler gesucht.

Im Jahre 1976 war es dann soweit. Mit Adolf Gerwin hatten wir einen guten Vorreiter. Viele Gespräche wurden geführt, und viele Diskussionen um die Lage der Plätze gab es genug.
Am 2. Juli 1976 wurde eine Gründungsversammlung einberufen, um festzustellen, wie viele Leute Interesse zeigten. Es wurde beschlossen, sich dem Höinger Sportverein anzuschließen.
Nun begann eine lange Verhandlungsphase. Die Lage der Plätze musste geklärt werden – es musste ein Modus gefunden werden, da die Tennisabteilung selbständig bleiben wollte. Nach langen Diskussionen wurde geklärt: die Tennisplätze sollten zwischen den beiden Sportplätzen gebaut werden.
Verwalten konnte sich die Tennisabteilung selber, aber jeder Tennisspieler musste auch Mitglied beim Höinger SV (Hauptverein) werden.
Der 1. Vorsitzende der Tennisabteilung sollte auch dem Geschäftsführenden Vorstand des HSV angehören, wobei der 2. Vorsitzende Mitglied des HSV Vorstandes wurde. Dieser Modus sollte zur Information dienen.
Die Generalversammlung fand am 19. November 1976 im Gasthof Schwarze statt. Es kamen über 50 Frauen und Männer. Der Vorstand wurde gewählt:

  • 1.Vorsitzender wurde Ludwig Brügge
  • 2. Vorsitzender Adolf Gerwin
  • die Ämter Geschäftsführer, Schriftführer und Kassierer übernahmen Bärbel Otte und Götz Loewer.
  • Die Wahl zum Beisitzer nahmen Gerd Hartmann und Herbert Zampich an.

Im Folgejahr wurde der Bau des ersten Tennisplatzes in Angriff genommen. Der Initiator Adolf Gerwin konnte leider die Einweihung des Tenniscourts nicht mehr miterleben; er verstarb plötzlich im August des Jahres.
Am 10. September 1977 wurde der Tennisplatz eingeweiht. Neben Pfarrer Scholle und Pastorin Kattwinkel konnte auch Bürgermeister Tillmann begrüßt werden.
Als stellvertretender 2. Vorsitzender rückte Herbert Zampich für Adolf Gerwin nach. Die ersten Vereinsmeisterschaften wurden im gleichen Jahr ausgerichtet.

Mit dem Tennisboom nahm die Abteilung eine ungeahnte Entwicklung. Der zweite Tennisplatz wurde 1978 gebaut und die Abteilung schloss sich dem Tenniskreis Hochsauerlaund an. Die ersten Meisterschaftsspiele wurden im selben Jahr ausgetragen.

1980 zählte die Tennisabteilung 126 Mitglieder, darunter 36 Jugendliche. Ein Jahr später gab es die ersten Änderungen im Vorstand. Aus beruflichen Gründen legte Ludwig Brügge sein Amt nieder.
Neuer Vorsitzender wurde Herbert Zampich, den Posten der Stellvertreterin übernahm Monika Niedermeier.

In diesem Jahr beschloss man auch den Bau des Tennis-Clubheimes, der 1982 verwirklicht werden konnte. Als Anbau an das bestehende HSV Vereinsheim entwickelte sich das Tennisheim in den folgenden Jahren zum Mittelpunkt der Veranstaltungen mit zahlreichen gesellschaftlichen Aktivitäten. Einige Mixed-Turniere wurden organisiert, aber auch an Hallenkreismeisterschaften wurde teilgenommen.

Die Ausrichtung der Gemeindemeisterschaften im Wechsel mit den übrigen Enser Clubs standen und stehen im Jahresplan der Höinger Sportler. Im Jahre 1986 wurde das 10 jährige Bestehen gefeiert.

Der Gewinn des Gemeindepokals 1989 war ein weiterer Höhepunkt.

Bis 1994 blieb Herbert Zampich im Amt und gab mit wechselnder Unterstützung durch Günter Hauck, Heinz Sondermann, Christoph Neuhaus und Agatha Sondermann die Richtung der Abteilung vor.
Doch als er in der Jahreshauptversammlung sein Amt niederlegte, wollte keine/r in seine Fußstapfen treten.

 

herbert_zampich

Herbert Zampich Ehrenvorsitzender

In einer außerordentlichen Versammlung im Januar 1995 fand sich Hubert Hömberg, der bis dahin bereits 12 Jahre den Posten des Platz- und Sportwartes inne hatte. Er war bereit, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen.
Herbert Zampich wurde für seine frühere Tätigkeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Erste große Aufgabe des neuen Vorsitzenden war der Bau des dritten Platzes. Nach langen Verhandlungen tauschte man das Tennisgelände mit dem Fußball-Aschetrainingsplatz des HSV.

Ein Tag der offenen Tür im Jahre 1996 – noch auf der alten Anlage – brachte einen ungeahnten Aufschwung. Noch am gleichen Tag bzw. an den Folgetagen ergab sich ein Zuwachs von 16 Personen. Da alle neuen Mitglieder natürlich sofort der gelben Filzkugel nachjagen wollten, war die Entscheidung, eine neue 3 Platzanlage zu bauen, völlig richtig.
Im Herbst konnte mit dem Bau der Tennisplätze begonnen werden. Da keine öffentlichen Mittel zu bekommen waren, mussten die Plätze mit eigenen Leistungen gebaut werden. Im Vorstandsbereich löste Josef Granseuer Agatha Sondermann als 2. Vorsitzender ab.

luftbild1Seit 1997 läuft der Spiel- und Trainingsbetrieb auf drei Plätzen. Mit viel Eigenleistung konnte eine gut funktionelle Sportstätte geschaffen werden. Die Tennisabteilung hat zur Zeit etwa 170 Mitglieder, davon ca. 60 Kinder und Jugendliche. 20 Mitglieder sind noch aus dem Gründungsjahr in der Tennisabteilung.
Größten Wert legt die Tennisabteilung auf die Jugendarbeit – rund ein Drittel der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche, die von zwei Trainern für diesen Sport ausgebildet werden. Die hervorragende und ehrenamtliche Arbeit der Höinger SV -Jugendsportwarte und Mannschaftsbetreuer sind Basis des Erfolges, die im Tennis in der Gemeinde einmalig ist.
Waren zum früheren Zeitpunkt viele Mitglieder nur im Tennisverein, um eben dabei zu sein, ohne sich überhaupt aktiv zu betätigen, sind die heutigen Mitglieder fast ausnahmslos mit Spaß und Elan beim Sport.

Im Jahre 2001 wurde das große 25 jährige Jubiläum auf der Anlage gefeiert.

Im Jahr 2004 gingen sieben Mannschaften im Erwachsenen- und fünf Mannschaften im Jugendbereich in den Sommer-Spielbetrieb – ein absoluter Spitzenwert für unseren Verein. Die beiden Damenteams erkämpften sich in der Sommersaison zuvor den Aufstieg in die 2. Bezirksklasse, wo sie zusammen mit der Herren I- und Herren 30-Mannschaft aufschlugen.

Josef Granseuer wird auf der Generalversammlung zum ersten Vorsitzenden gewählt. Damit hatte er einen schweren Job übernommen, denn der Tennis-Boom war vorbei und sinkende Mitgliederzahlen bahnten sich an.

Im Jahr 2008 waren nur noch ca. 95 Vereinsmitglieder zählbar. Durch den Vorsitzenden Josef Granseuer wurden per Brief alle Mitglieder darüber informiert, dass der gesamte Vorstand nicht mehr kandidieren würde. Der Verein war mittlerweile finanziell ebenfalls stark angeschlagen.

2009 auf der Generalversammlung wurde ein neuer Vorstand mit dem 1. Vorsitzenden Peter Friedrich gewählt. Erstes Ziel war die Gewinnung von neuen Mitgliedern, Kosten in allen Bereichen zu prüfen und zu senken, neue Einnahmequellen zu finden und den Verein mittelfristig zu entschulden.
Der erste Schritt war die Vermarktung der Windschutzplanen und die Gewinnung von neuen Sponsoren. Es begann ein stringenter Schuldenabbau.
Als Zeichen für den Aufbruch war der Bau der Tribüne, der sich kostenneutral gestaltete, da die Kosten vom 1. Vorsitzenden Peter Friedrich und seinem Stellvertreter, dem 2. Vorsitzenden Andreas Plikun übernommen wurden.
Auch im Sportlichen kam ein weiterer Aufschwung und Erfolge: Das Herren-Team stieg im selben Jahr erstmalig in die in Südwestfalen-Liga auf.

Ein weiteres Symbol für den Neuanfang und Weiterentwicklung war die Anschaffung eines neuen Außengrills im Jahr 2010 und die Errichtung eines Sandkastens für die ganz Kleinen. Unser Verein sollte sich nicht nur im Tennisspielen als Familienereignis darstellen, sondern auch das „Drumherum“ war und ist uns wichtig.
Erfolge gab es weitere: Die Damen 30 steigen in 1. BK und die Herren 30 in die Südwestfalenliga.
Stolz und hilfsbereit waren die Vereinsmitglieder auf und bei der Organisation und Ausrichtung des 1. Fahrschule-Friedrich-Tennis-Cup mit LK-Wertung. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen (über 100 Aktive gleich bei der ersten Veranstaltung an einem Wochenende in den Sommerferien) wurde das auf allen 4 Enser Tennisanlagen gespielt (12Plätze). Es galt und gilt der Dank an die 3 weiteren Enser Vereine des SV Lüttringen, TV Bremen und ETC Ense.

Eine weitere Modernisierung des Clubheims fand 2011 statt. Neue Sponsoren konnten gewonnen werden. Aufgrund des Erfolges fand der Fahrschule-Friedrich-Tennis-Cup zum zweiten Mal statt; die Teilnehmerzahlen stiegen auf sage und schreibe 166 Aktive – gespielt wurde in fast allen Altersklassen.

Zusätzlich zum Sommerturnier wurden eine Reihe von Winter-LK-Turnieren mit gutem Erfolg angeboten, so dass ein Zusatzturnier angeboten wird (31.03./01.04.2012. Mit diesen 1 Tages Turnieren leistete der Höinger SV Pionierarbeit im Bezirk Südwestfalen, wurde eine solche Spielform bislang noch nicht in dieser Form im WTV angeboten.
Besondere spielerische Erfolge waren die insgesamt vier Aufstiege der Erwachsenenteams: Die Herren 30 stiegen erstmals in die Verbandsliga, die Herren-Mannschaft in 1. KK, die Herren 40 I in die 2. BK und Damen-Vormittagsrunde in die 1. KK auf. Inzwischen gibt es starke 10 Teams im Sommer- und 5 im Winterspielbetrieb 2012 und erstmals spielt im Winter ein HSV-Team in der Verbandsliga.
Auch das Versprechen und Ziel, die Mitgliederzahlen stetig zu steigern, konnte eingelöst werden: Ein laufender Anstieg von ca. 10% pro Jahr auf nunmehr rund 130 Mitglieder konnte verzeichnet werden.

Auf der Generalversammlung im Januar 2012 wurde beschlossen, eine Flutlichtanlage zu bauen, um den aktiven Mitglieder mehr Flexibilität in der Platzbelegung in den Abendstunden zu gewährleisten.

Ein großes Dankeschön gehört dem Hauptverein des Höinger SV, der stets ein offenes Ohr für die Belange der Tennisabteilung hat. Die Mitglieder und Vorsitzenden wechselten, aber die Zusammenarbeit blieb und schaffte die Grundlage für eine gute und erfolgreiche Arbeit. Das Bestreben der Sportler der Tennisabteilung war und ist es, den HSV würdig und erfolgreich zu vertreten.